TOTY_DE_article_big JAHRESTHEMA 2021: DAS JAHR DER HAZON-VISION

Liebe Leserin, lieber Leser, ich bete, dass du einen guten Start ins neue Jahr gehabt hast! Wer unsere Gemeindearbeit schon länger verfolgt, der weiß, dass ich am Jahresende immer einen Impuls von Gott für das Folgejahr erbitte. Wir nennen das unser „Jahresthema“.  Auch dieses Jahr habe ich eine Botschaft von Gott bekommen. Es ist ein Vorrecht, das, was der Herr mir gezeigt hat, mit dir teilen zu können.

2021 ist der offizielle Beginn eines neuen Jahrzehnts und ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott etwas Besonderes mit uns vorhat – etwas ganz Neues. Du magst viele Veränderungen und viel Wandel erleben, aber hinter den Kulissen  ist Gott aktiv, damit für dich alles gut klappt. Zu Beginn dieses neuen Jahres dürfen wir uns auf eine neue Zeit freuen, eine Zeit, in der Gott uns seine Gunst erweisen möchte


2021 IST DAS JAHR DER HAZON-VISION

Du fragst dich, was eine Hazon-Vision ist? Hazon ist das hebräische Wort für prophetische Visionen von Gott. In diesem Jahr möchte der Herr die Augen unserer Herzen mit seinen positiven und glaubensvollen Zukunftsvisionen überfluten – und den Prozess beginnen, sie in unserem Leben zu verwirklichen.

War das letzte Jahr für dich schwierig? Möchtest du dich in diesem Jahr auf das stützen, was Gott für dich parat hat? Du magst schwierige Herausforderungen und Enttäuschungen erlebt haben, was deine Gesundheit, deinen Job oder deine Beziehungen anbetrifft. Vielleicht kannst du in deiner unmittelbaren Zukunft einfach nichts Gutes sehen.

Darf ich dich dann damit ermutigen, dass Gott dich vollkommen liebt? Suche Zuflucht in dieser Liebe. Ich glaube, dass er sich heute nach dir ausstreckt, um dir neue Hoffnung und eine neue Vision zu geben. Dir stehen gute und schöne Tage bevor.

Warum möchte Gott uns Hazon-Visionen geben? Warum möchte er es dieses Jahr besonders in den Vordergrund stellen? Und warum ist es wichtig, dass wir dieses Thema verstehen?

Die Bibel lehrt uns, dass es bei Gott verschiedene Zeiten gibt. Es gibt Zeiten, in denen der Herr etwas Besonderes tut und er möchte, dass wir uns dessen bewusst sind und diese Zeiten nicht verpassen. Er ist ein guter Gott und möchte, dass wir jede Gelegenheit nutzen, um auch in schlechten Zeiten Gutes zu erleben (siehe Epheser 5,16) und die Jahre wiederzuerlangen, die die „Heuschrecken“ gefressen haben (siehe Joel 2,25).

 

DIE VISION KOMMT ZUERST

Warum möchte Gott, dass wir uns dieses Jahr darauf konzentrieren, seine Visionen zu bekommen? Als ich ihn das fragte, zeigte er mir Folgendes: Bevor er irgendetwas tut, gibt er zuerst ein Wort oder eine Vision. Das kann man in der Bibel immer wieder sehen. Gott sprach zu Propheten oder anderen durch Bilder und Visionen, bevor sie sich verwirklichten. Als Jesus auf der Erde war und umherzog, um Kranke zu heilen und hoffnungslosen Menschen zu helfen, sagte er von sich:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.
Johannes 5,19-20

Ist das nicht ergreifend? Jesus tat nur das, was er seinen Vater tun sah (siehe auch Johannes 5,17). Wenn der Vater etwas Bestimmtes tat, tat er es ihm gleich und es wurden Menschen geheilt und erlebten Gottes Güte. Doch woher wusste Jesus, was der Vater gerade tat? Jesus erklärte es so: Der Vater zeigte ihm vor seinem inneren Auge, wen er gerade berührte und tat und entsprechend handelte Jesus. Er tat, was er den Vater tun sah.

Ich bin überzeugt, dass Gott dieses Jahr auch in deinem Leben so vorgehen will. Dies ist eine Zeit, in der Gott dir vor deinem inneren Auge zeigen möchte, was er in deinem Familienleben, deinem Beruf, deiner Kirchengemeinde, für deine Finanzen und deine Gesundheit tun möchte. Er möchte dir zeigen, was er Gutes vorhat und wie es sich verwirklichen kann. Möchtest du herausfinden, wie das geht?

 

DIE VISION IST DAS FEHLENDE ELEMENT

Von der Zeit, als der Prophet Samuel noch ein Junge war, berichtet die Bibel folgendes: „Damals waren Botschaften vom Herrn selten und Visionen [Hazon] kamen nicht häufig vor“ (1. Samuel 3,1; NLB). Man beachte, dass Visionen und Botschaften von Gott Hand in Hand gingen. Wo Visionen nicht häufig vorkamen, waren auch Botschaften vom Herrn selten.

Das ist traurig, denn die Bibel sagt uns auch: „Wenn ein Volk das prophetische Wort nicht annimmt, verliert es jeden Halt“ (Sprüche 29,18; NLB). Ohne Hazon-Visionen gerät unser Leben in eine Abwärtsspirale. Ohne Hazon-Visionen mangelt es uns an Richtungsweisung und Lebenssinn und wir haben keine Hoffnung oder positive Zukunftserwartung.

Als ich kürzlich in meiner Nachbarschaft joggen war, hatte ich den Eindruck, dass Gott mir sagte: „Viele Menschen beklagen sich. Sie meinen, dass sie im Leben nicht vorankommen, weil es ihnen an bestimmten Dingen mangelt.

Sie meinen, dass sie im Beruf, in Beziehungen, der Kindererziehung oder ihrer Gemeindearbeit keinen Erfolg haben, weil ihnen etwas fehlt: Finanzen, Hilfe, Gelegenheiten, Connections. Doch was ihnen wirklich fehlt, ist Vision. Das fehlende Element ist Vision.

Hast du deine Vision verloren? Deine Vision für das Jahr, deine Familie, deine Gesundheit, deinen Job oder dein Engagement für Gottes Sache? Vielleicht hast du Fehler in deiner beruflichen Laufbahn oder der Kindererziehung gemacht und das hat dich stark verunsichert. Wenn du jetzt an diese Lebensbereiche denkst, siehst du vor deinem inneren Auge nur Bilder des Versagens.

Oder vielleicht hast du eine schlechte Nachricht vom Arzt bekommen oder leidest an einer Krankheit ohne Aussicht auf Besserung und nun kannst du dir nicht einmal mehr vorstellen, wieder gesund und glücklich zu sein. Deine Vision wurde zerstört.

Bitte gib nicht auf. Es ist kein Zufall, dass du dies hier liest. Ich bin hier, um dir zu sagen, dass der Herr deine verlorene Vision wiederherstellt. Er ersetzt die finsteren Bilder, die du in deinen Inneren siehst, durch Bilder des Lichts und Lebens.

Er schenkt dir neue Hoffnung, eine zuversichtliche Erwartung, dass du Gutes erleben wirst. Ist dein innerer Blick erst einmal mit positiven, glaubensvollen Bildern gefüllt, wirst du von der finsteren und entmutigten Einstellung befreit. Sie entfachen deinen Glauben und geben dir wieder neuen Schwung.

Vision ist das fehlende wichtige  Element. Und unser Seelenfeind, der Teufel, weiß das. Deshalb will er uns unsere positiven Visionen rauben, Visionen von schönen Tagen, die vor uns liegen. Erst raubt der Teufel unsere Visionen, bevor er uns beraubt. Unser Herr hingegen ist ein Wiederhersteller und der Gott der Hoffnung (siehe Römer 15,13). Er stellt die Hazon-Visionen wieder her. Das gilt auch für dich, liebe Leserin, lieber Leser. Du wirst wieder neue Hoffnung schöpfen und sehen, dass schöne Tage vor dir liegen!


HAB KEINE ANGST – DER HERR IST DEIN SCHILD

Möchtest du anhand der Bibel sehen, wie Gott Menschen mit Hazon-Visionen ermutigt? Gleich im ersten Buch der Bibel haben wir ein gutes Beispiel davon. In 1. Mose 15,1 (HfA) lesen wir: „Danach redete der HERR zu Abram in einer Vision: „Hab keine Angst, Abram, ich beschütze dich wie ein Schild und werde dich reich belohnen!“‘

Abraham (vor seiner Namensänderung „Abram“) muss vor seinem inneren Auge ein Schild gesehen haben, während er diese ermutigenden Worte von Gott hörte. Möglicherweise fürchtete Abraham einen Gegenangriff vom König Kedar-Laomer und dessen Verbündeten, über die er kurz zuvor einen Sieg errungen hatte (siehe 1. Mose 14,17).

Doch der Herr versicherte ihm: „Ich beschütze dich wie ein Schild.“ Weil diese Vision sein Denken und Fühlen bestimmte, konnte er sich seinen Feinden mutig entgegenstellen. In Anbetracht dieser Vision konnte er gar nicht anders, als positiv zu sein.

Hat dir schon mal irgendeine Angst zu schaffen gemacht? Hat der Verlust eines Jobs oder eines geliebten Menschen bei dir Sorgen, Panikattacken oder schlaflose Nächste ausgelöst? Oder fühlst du dich in diesen stürmischen Zeiten allein und vernachlässigt? Ich bete, dass du beim Lesen dieser Zeilen den Herrn als deinen mächtigen Schild siehst. Höre, wie er dir direkt ins Herz spricht: „ICH BIN dein Schild. Hab keine Angst. Ich beschütze dich!“

Darum geht es bei unserem Jahresthema, dem Jahr der Hazon-Vision. Der Herr möchte diese finsteren Bilder und Ängste, die sich in uns festgesetzt haben, lösen. Er möchte die entmutigenden Gedanken, die in unserem Kopf herumschwirren, austreiben. Er möchte unsere Seelen mit dem Licht seines Wortes und seiner Hazon-Visionen durchfluten. Wenn das geschieht, verflüchtigt sich die Angst. Sorgen und Hoffnungslosigkeit werden vertrieben und durch eine positive Erwartung ersetzt, die in der Zukunft mit Gutem rechnet.

Du kannst dich am heutigen Tag erfreuen. Du kannst innerlich zur Ruhe kommen, selbst wenn sich die gewünschte Veränderung noch nicht eingestellt hat. Denn der Herr hat dir bereits gezeigt, dass es für dich schließlich gut laufen wird (siehe Habakkuk 2,3)!

 

DIE HAZON-VISION ZAPFT GOTTES VERSORGUNG AN

Gott möchte dich ermutigen. Das ist sein Herz und häufig benutzt er dafür Bilder. Ist dir schon mal aufgefallen, wie oft in der Bibel Sprachbilder vorkommen? Zum Beispiel beschreibt Psalm 1,3 einen Menschen, der sich an Gottes Weisung orientiert, mit diesem Bild:

Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. (Psalm 1,3)

Was für ein wunderschönes Bild eines florierenden Lebens! Um dieses Bild in meinem Herzen zu verankern, ließ ich einmal auf einer Israelreise ein Foto von mir an einem Fluss im Naturschutzgebiet Tel Dan machen. Damit wollte ich bezwecken, mich selbst als jemanden zu sehen, der wie ein Baum am Flussufer ist. Ich wollte mir Glaubensbilder vor mein inneres Auge malen. Warum ist das wichtig?

Jesus hat gesagt: „Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund“ (Lukas 6,45).

In gewissen christlichen Kreisen wird große Betonung darauf gelegt, dass wir auf unsere Worte achten sollen. Dabei wird teilweise verkannt, dass unseren Worten etwas vorausgehen muss, nämlich das, was unser Herz sieht. Die Bilder, die wir innerlich vor Augen haben, verleihen den Worten Kraft.

Mal angenommen, du betest dafür, dass Gott dir einen guten Job ermöglicht. Du sprichst die Bitte aus, aber etwas in deinem Herzen sagt dir, dass es nichts bringt. Warum? Weil du dich vor deinem inneren Auge immer noch als arbeitslos siehst. Du siehst immer noch Ablehnungsschreiben, erfolglose Vorstellungsgespräche oder mangelnde Möglichkeiten. Die richtige Vision ist das fehlende Element in deinem Glaubensprozess!

Es kommt nicht nur darauf an, was du sagst, sondern auch auf das, was du siehst. Bei Gott kommt das Sehen immer zuerst. In 1. Mose 13,14-15 sagte er Abraham: „Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Ort, wo du wohnst, nach Norden, Süden, Osten und Westen! Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem Samen geben auf ewig.“ Alles, was Abraham sehen konnte, sollte ihm und seinen Nachkommen gehören.


Deine Vision zapft Gottes Versorgung an

In der Bibel steht: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus“ (Sprüche 4,23). Dein Herz wird von dem beeinflusst, was du siehst. Deshalb will der Feind dein Herz mit negativen Bildern beunruhigen und beschmutzen. Gott hingegen will es mit Licht durchfluten und dir den richtigen Blick geben, damit du in jedem Lebensbereich gedeihen kannst.

Ich möchte dich ermuntern, dieses Jahr besonders darauf zu achten, was du durch die „Tore“ deiner Ohren und Augen täglich in dein Herz lässt. Füttere deine Gedanken durch das, was du liest, siehst oder hörst, nicht mit finsteren oder anderen unguten Bildern. Denk dran: Das, was dein Herz beeinflusst, zeigt sich schließlich auch in deinem Leben.

 

WAS SIEHST DU?

Also, liebe Leserin, lieber Leser, was siehst du? Siehst du Licht oder Finsternis? Ist dein Herz momentan von pessimistischen Bildern geprägt? Dann bete ich, dass dich die folgenden Zeilen zutiefst ermutigen werden.

Als der Herr zu Abraham sagte: „Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn!“, reagierte Abraham nicht gerade erfreut. Statt Gott dankend anzubeten, erwiderte er: „O Herr, HERR, was willst du mir geben, da ich doch kinderlos dahingehe? Und Erbe meines Hauses ist Elieser von Damaskus!“ (1. Mose 15,1-2).

Abraham war entmutigt, weil er sich selbst als kinderlos sah. Er sah, dass ihn sein Verwalter Elieser beerben würde. Der Herr hatte Abraham zwar zugesagt, dass er ihn und seine Nachkommen segnen würde, aber bis jetzt hatte seine Frau Sarah noch kein einziges Kind auf die Welt gebracht. Wie antwortete der Herr darauf?

Er tat etwas, um Abrahams Blick – seine Vision – zu ändern. Und zwar führte er ihn aus seinem Zelt und zeigte ihm die unzähligen Sterne am Nachthimmel. Er forderte ihn auf: „Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen? So zahlreich werden deine Nachkommen sein!“ (siehe 1. Mose 15,5).

Ich stelle es mir so vor, dass vor Abrahams innerem Auge die Sterne zu zahllosen Kindergesichtern wurden, die riefen: „Vater Abraham! Vater Abraham! Vater Abraham!“, bis sein Herz ganz von diesem Bild erfüllt war. Der Herr änderte Abrahams Sichtweise und schließlich brachte Sarah doch noch ein Kind auf die Welt, Isaak.

Fühlst du dich entmutigt durch Dinge, die 2020 geschehen (oder nicht geschehen) sind? Dann darfst du gerne offen darüber mit Gott sprechen. Wie Abraham, kannst du ihm sagen: „Herr, was willst du mir geben, da die Pandemie doch immer noch nicht vorbei ist … da meine Stelle abgebaut wurde … da bei mir diese Krankheit diagnostiziert wurde … da meine Ehe nicht gut läuft … da meine Beziehung zu meinem Kind so schwierig ist? Was willst du mir geben?“

Bring Gott einfach deine Bitten (siehe Johannes 14,14; Hebräer 4,16). Er wird dir keine Vorwürfe machen, sondern kann noch unendlich viel mehr tun, als du je erbitten kannst (siehe Epheser 3,20). Genau genommen schenkt Gott Abraham auch heute noch neue Nachfahren, im genetischen Sinne durch Isaak (Römer 9,7) und im geistlichen Sinne durch Jesus (Galater 3,29).

Unser Herr ist ein Gott der Versorgung! Er gibt viel mehr als das, worum wir bitten. Doch zunächst möchte er unsere negativen Bilder ändern und uns eine frische Vision direkt aus dem Himmel schenken, durch die wir seine Versorgung im Alltag anzapfen können.

 

GOTT MÖCHTE UNS VIELE SCHÖNE TAGE SCHENKEN

 Geliebtes Kind Gottes, der Herr möchte dir und deinen Angehörigen viele schöne Tage schenken. Das ist sein Wille. Als ich mich vor einigen Monaten mit Apostelgeschichte 9 in der Bibel beschäftigte, lenkte der Herr meine Aufmerksamkeit auf den letzten Vers, wo es von Simon Petrus heißt, „dass er viele Tage in Joppe bei einem gewissen Simon, einem Gerber, blieb“ (Apostelgeschichte 9,43).

In dieser Geschichte gibt es zwei Simons: Simon Petrus und den Gerber Simon. Der Name Simon bedeutet im Hebräischen „hören“¹ und Joppe bedeutet „schön“². Dadurch zeigte mir der Herr: Um viele schöne Tage zu erleben, müssen wir weiter Gottes Worte hören. Deshalb möchte ich dich an dem teilhaben lassen, was Gott uns in diesem Jahr sagt. Hör und lies weiter das, was Gott zu sagen hat! Dadurch können und du und deine Angehörigen dieses Jahr viele schöne Tage erleben.

Einige Christen meinen, es sei nicht biblisch, viele schöne Tage zu erleben. Als Christen, so sagen sie, müssten wir die meiste Zeit leiden. Dabei enthält die Bibel doch Verse wie diese:

Denn „wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem …“
1. Petrus 3,10

Wenn sie bereit sind zu hören und Gott zu dienen, werden sie ihre Tage im Glück verbringen und ihr Leben im Wohlergehen vollenden.
Hiob 36,11 (NLB)

Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.
Psalm 23,6

Die Bibel macht deutlich, dass Gott uns viele gute und schöne Tage wünscht. Ich bin so froh, dass die Bibel bei guten Dingen im Plural spricht, vom „bösen Tag“ (Epheser 6,13) hingegen im Singular! Steckst du gerade in einem „bösen Tag“? Fasse Mut. Ich bete im Namen Jesu, dass er bald zu einem Ende kommt und dass du und deine Angehörigen die guten Tage antreten, die Gott parat hat! 

 

EIN WORT FÜR UNSERE ZEIT

Können wir auch inmitten der Pandemie, die weiterhin existiert, gute und schöne Tage haben? Warte ruhig ab, denn Jesus ist der Herr über Raum und Zeit. Er hat das letzte Wort, auch in dieser Zeit!

Ich möchte noch einmal auf die Apostelgeschichte zurückkommen. Kapitel 10 erzählt die Geschichte vom römischen Hauptmann Kornelius, der durch Petrus zum Glauben fand. Die beiden kamen zusammen, weil sowohl Kornelius als auch Petrus prophetische Visionen vom Herrn hatten. Ich glaube, dass diese Geschichte Wahrheiten enthält, die auch für die jetzige Zeit wichtig sind.

In der Vision, die Kornelius hatte, sah er einen Engel von Gott, der gegen drei Uhr nachmittags zu ihm kam und ihn ansprach. „Kornelius!“ Als ich die Bedeutung des Namens nachschlug, stellte ich fest, dass er „betreffend eines Horns“ bedeutet.³ Das ließ mich sofort aufhorchen.

In der Bibel symbolisieren Hörner nämlich königliche Autorität und Kronen. Beispielsweise heißt es in 1. Samuel 2,10: „Der HERR wird die Enden der Erde richten und wird seinem König Macht verleihen und das Horn seines Gesalbten erhöhen!“ Und in Offenbarung 13,1 wird beschrieben, wie ein Tier aus dem Meer aufstieg, das „sieben Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen“.

Das lateinische Wort für Horn oder Krone ist Corona.Gleich das erste Wort, das aus dem Mund dieses himmlischen Botschafters kam, beinhaltet eine prophetische Botschaft, die wir auch auf die derzeitige Pandemie beziehen können. Das Coronavirus heißt nämlich so, weil es hornähnliche Gebilde hat, wie eine Krone.

Damit es keine Missverständnisse gibt: Kornelius selbst ist kein Sinnbild für das Coronavirus. Vielmehr ist er ein Sinnbild für die Generation, die die Corona-Pandemie durchmacht. Das sollte uns ermutigen. Trotz der Trostlosigkeit, die sich durch die Pandemie verbreitet hat, zeigt Gott uns durch diese Geschichte, dass er Gutes für uns geplant hat.

 

EINEN OFFENEN HIMMEL ERLEBEN

Die Geschichte fährt mit Petrus in Joppe fort. Während er dort am nächsten Tag auf der Dachterrasse seines Gastgebers betete, hatte auch er eine Vision vom Herrn:

Er sah den Himmel offen stehen, und etwas wie ein großes Tuch wurde an den vier Zipfeln zur Erde heruntergelassen. In diesem Tuch befanden sich verschiedene vierfüßige Tiere sowie Schlangen und Vögel. Er hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: „Petrus, steh auf. Schlachte sie und iss davon.“ „Niemals, Herr“, erklärte Petrus. „In meinem ganzen Leben habe ich noch nie etwas gegessen, das uns nach unserem jüdischen Gesetz verboten ist.“ Da sprach die Stimme zum zweiten Mal: „Wenn Gott sagt, dass etwas rein ist, dann sag du nicht, dass es unrein ist.“ Diese Vision wiederholte sich drei Mal, und sofort danach wurde das Tuch wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Apostelgeschichte 10,11-16

Petrus verkörpert die gläubigen Christen und der „nächste Tag“ versinnbildlicht die Zeit, in der wir uns gerade befinden. Man beachte, dass Kornelius seine Vision am Vortag hatte, um drei Uhr nachmittags. Was bedeutet das für uns? Nun, wir wissen, dass Kornelius in seiner Vision eine gute Nachricht bekam. Der Engel teilte ihm mit, dass Gott seine Gebete erhört hatte und er Petrus holen lassen sollte, der ihm die Antwort auf seine Gebete bringen würde.

Auf unsere Zeit bezogen: Die beiden Tage versinnbildlichen 2020 und 2021 und die Tageszeit versinnbildlicht die Jahreszeit. Im Originaltext steht nämlich nicht „drei Uhr“, sondern „zur neunten Stunde“, weil der Tag damals in zwölf Stunden aufgeteilt wurde. Auf die Monate des Jahres übertragen wäre die neunte Stunde ungefähr September letzten Jahres.

Durch diese Passage zeigte der Herr mir, dass das Gute, das er für uns vorbereitet hat, schon im September 2020 begonnen hat. Das sollte uns ermutigen. Selbst wenn die Dinge immer noch nicht rosig aussehen, können wir weiterhin Gott vertrauen. Er ist gut und wird zu gegebener Zeit das, was er bereits begonnen hat, zur Reife bringen.

Aber das ist noch nicht alles. Petrus hatte seine Vision am nächsten Tag (prophetisch gedeutet: im Jahr 2021), und zwar am Mittag, als es am hellsten war. Das weckt Begeisterung in mir, weil ich glaube, dass wir uns dieser hellsten Stunde nähern! Wir nähern uns einem besonderen Moment der Gunst Gottes

Der Herr wird denen, die zu ihm gehören, den Himmel öffnen. In der Welt mag es immer finsterer aussehen, doch der Herr lässt sein Licht über seinem Volk scheinen (siehe Jesaja 60,2). Du wirst dieses Jahr einen offenen Himmel erleben. Du wirst nicht mehr das Gefühl haben, als erreichten deine Gebete den Himmel nicht. Wenn du für dich oder nahestehende Menschen betest, dann sieh vor deinem inneren Auge seinen Segen, seine Güte und seine Herrlichkeit, die über euch strahlt!

 

VIELE KOMMEN ZUM GLAUBEN

Es gibt noch einen weiteren Grund zur Begeisterung. Der Herr hat mir anhand von Apostelgeschichte 10 auch gezeigt, dass in diesem Jahr viele zum Glauben kommen werden. Petrus hatte eine Vision von Tieren, die nach dem jüdischen Gesetz als unrein galten und er forderte ihn auf, sie zu essen. Dabei ging es Gott jedoch nicht um Petrus’ Essgewohnheiten oder buchstäbliche Tiere. Vielmehr waren sie ein Symbol für die verschiedenen nicht-jüdischen Völker der Erde.

Dadurch zeigte der Herr ihm, dass Gott alle Menschen liebt, nicht nur die Juden. Jesus ist für alle gestorben und alle können von ihm gerettet werden. Das ist das Evangelium – die gute Nachricht. Durch die Vision bereitete Gott Petrus vor, diese gute Nachricht Kornelius und seinem Haushalt zu bringen, die nicht jüdisch waren. Petrus sollte keinen Menschen mehr als unrein ansehen.

Genauso glaube ich, dass der Herr dieses Jahr auch in uns einen Herzenswandel erzeugen will: Wir sollten andere Menschen nicht mehr als unrein ansehen. Statt bestimmte Menschen abzustempeln und sie in einem negativen Licht zu sehen, können wir sie lieber durch Gottes Augen sehen. Wir selbst sind ja auch nicht besser. Ohne einen Retter wären wir genauso verloren. Der Herr möchte, dass wir andere Menschen mit dem gleichen Mitgefühl betrachten, das er für sie empfindet.

Mehr noch, Jesus liebte ganz besonders die Ausgestoßenen und Verachteten. Er fühlte sich so wohl in ihrer Gegenwart, dass er von den damaligen religiösen Leitern als „Freund von Sündern“ bezeichnet wurde. Wenn er notleidenden und verlorenen Menschen begegnete, empfand er immer tiefes Mitleid mit ihnen, weil er sie als Schafe ohne Hirten betrachtete (siehe Matthäus 9,36).

Gott liebt alle Sünder so sehr, dass er seinen Sohn gesandt hat, um für sie zu sterben. Wir sollen diese gute Nachricht allen Menschen bringen, unabhängig von ihren Hintergründen, Persönlichkeiten, Charakteren, Temperamenten oder ihrem gesellschaftlichen Status. Gott liebt sie alle. Er weiß: Wie Kornelius damals, strecken sich viele Menschen nach ihm aus, besonders jetzt, da wir in so unsicheren Zeiten leben. Und Gott streckt sich auch nach ihnen aus, so wie er sich nach Kornelius ausstreckte.

Als mein achtjähriger Sohn Justin Ende letzten Jahres von mir wissen wollte, wie das Jahresthema fürs kommende Jahr lautet, sagte ich ihm: „Bete doch mal und frage den Herrn.“ Also kniete er sich hin und betete. Nach einiger Zeit wandte er sich wieder mir zu und sagte: „Gott sagt, nächstes Jahr werden viele, viele, viele, viele Menschen Jesus kennenlernen.“

Ich schaute ihn erstaunt an. Endet die Geschichte von Kornelius nicht auch damit, dass viele Jesus kennenlernen? Kornelius, seine Verwandten und seine Freunde – alle, die anwesend waren, um Petrus von Jesus erzählen zu hören – wurden gerettet (siehe Apostelgeschichte 10,24.44-45).

Ich glaube, dass in diesem Jahr immer mehr Menschen gerettet werden. Der Herr wird Raum und Zeit überbrücken und die Angehörigen erreichen, für die du gebetet hast. Er liebt sie mehr, als du dir vorstellen kannst und er wird überraschende Dinge tun, um sie zu Jesus zu führen. Selbst wenn er ihnen in einer Vision erscheinen muss – er wird es tun!


LASS GOTTES GEIST ZU DIR SPRECHEN

Ich möchte dir noch einen letzten Punkt zeigen, den Gott mir in dieser Geschichte gezeigt hat. Apostelgeschichte 10,19-20 (NLB) erzählt: „Gleichzeitig sprach der Heilige Geist zu Petrus, während dieser noch über die Vision nachdachte: ‚Drei Männer sind gekommen, die dich suchen. Steig hinunter und geh ohne Bedenken mit ihnen, denn ich habe sie gesandt.‘“

Der Herr wird dir dieses Jahr nicht nur Visionen geben, sondern durch seinen Geist auch zu dir sprechen und dir zeigen, wie du das Gesehene umsetzen kannst. Gott ist gerecht und fair. Wenn sein Geist zu Petrus sprach, wird er auch zu dir sprechen. Also öffne dieses Jahr deine geistlichen Augen und Ohren!

Die Sprache des Geistes besteht sowohl aus Worten als auch aus Träumen und Visionen. Einigen Christen ist dieses Thema unangenehm, weil es auch immer wieder falsche Träume und Visionen gegeben hat, die nicht von Gott stammten, sondern vom Feind.

Allerdings sollten wir deshalb nicht die Visionen abschlagen, die Gott uns geben möchte. Die Bibel sagt ganz klar, dass Gottes Geist immer noch in Träumen und Visionen zu uns spricht. Zu Pfingsten erinnerte Petrus seine Zuhörer an die Worte, die vom Propheten Joel gesprochen worden waren:

In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure alten Männer prophetische Träume. In diesen Tagen werde ich meinen Geist sogar über alle meine Diener, ob Mann oder Frau, ausgießen, und sie werden weissagen.
Apostelgeschichte 2,17-18 (NLB)

Leben wir nicht in den letzten Tagen? Gießt Gott seinen Geist nicht immer noch über uns aus? Dann sind prophetische Visionen und Träume auch immer noch die Sprache des Heiligen Geistes. Im Alten Testament sonderte Gott Propheten aus, denen er sich in Visionen zu erkennen gab und zu denen er durch Träume redete (siehe 3. Mose 12,6).

Heute gehört der prophetische Dienst, der damals auf bestimmte Menschen beschränkt war, zum herrlichen Erbe aller Gläubigen (siehe Epheser 1,18). Der Geist des Herrn möchte dir dieses Jahr gerne Träume und Visionen schenken, also mach dich darauf gefasst. Fahre deine geistlichen Antennen aus, damit du die leise Stimme Gottes hören kannst, die zu dir über dein Gemeindeleben, dein Berufsleben oder einen anderen Lebensbereich spricht, den du im Gebet bewegt hast.

 

EIN GEBET FÜR ERLEUCHTETE HERZEN

Du darfst dich freuen, dass sich der Himmel über uns öffnet und der Herr uns in diesem Jahr mit seinen Visionen beschenken will – direkt in unser Herz. Also sei bereit für all das Gute, das er für dich hat!

Zum Abschluss möchte ich dir noch zeigen, wie du dein Herz für den Heiligen Geist sensibilisieren kannst, um seine Visionen empfangen zu können. In Epheser 1 gibt es ein Gebet, das du jeden Tag für dich selbst beten kannst – und wenn du Kinder hast, auch für deine Kinder:

[Ich habe] nicht aufgehört, Gott für euch zu danken. Ich bete ständig für euch und bitte den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Einsicht zu schenken, damit eure Erkenntnis von Gott immer größer wird. Ich bete, dass eure Herzen hell erleuchtet werden, damit ihr die wunderbare Zukunft, zu der er euch berufen hat, begreift und erkennt, welch reiches und herrliches Erbe er den Gläubigen geschenkt hat.
Epheser 1,16-20 (NLB)

Möchtest du dein Leben vom Geist der Weisheit und Einsicht bestimmen lassen, durch den Gottes Hazon-Visionen kommen? Dann bitte den Vater um diesen Geist der Weisheit und Einsicht, damit du klar sehen kannst und deine Erkenntnis von Gott immer größer wird. Dann verstehst du immer besser, wer Jesus ist und was er alles für dich getan hat.

Warum das so ausschlaggebend ist? Weil Gott dir in Jesus alles geschenkt hat (siehe Römer 8,32). Mein Wunsch für dich ist, dass du ihn immer besser kennenlernst, damit seine Gnade und sein Frieden dich immer mehr erfüllen (siehe 2. Petrus 1,2).

Bete auch dafür, dass die Augen deines Herzens erleuchtet werden. Das griechische Wort, das in der obigen Bibelstelle mit „erleuchten“ übersetzt wird, ist photizo und bedeutet buchstäblich „Licht spenden“. Eine englische Bibel übersetzt es mit „lichtdurchflutet“.

Liebe Leserin, lieber Leser, so zeigt sich der Geist der Weisheit und Einsicht, wenn du betest. Er durchflutet dein Herz mit Licht. Das heißt, er gibt dir positive Glaubensbilder, Bilder von göttlicher Gesundheit und einem Leben voller Gelingen und guten Familienbeziehungen. Die Dinge werden sich zum Guten wenden.

Wenn deine Herzensaugen mit Gottes Licht durchflutet sind, wirst du Folgendes erkennen:

  1. Die wunderbare Zukunft, zu der Gott dich berufen hat. Der Herr wird dir die Ziele zeigen, die er für dich hat und worauf du dich momentan konzentrieren sollst. So findest du Erfüllung in Beruf, Ehe, Erziehung und deinem Engagement für Gottes Sache.
  2. Das reiche und herrliche Erbe, das Gott dir geschenkt hat. Du wirst sehen, wie wertvoll du in Gottes Augen bist und wie reich er dich beschenkt hat (siehe 1. Korinther 2,12).

Die übermäßig große Kraft, mit der er in dir wirkt. Du kannst dieses Jahr die unermessliche Kraft Gottes sehen und erleben, eine Kraft, die dich heilt, befreit, beschützt und dich und deine Angehörigen versorgt.

 

BETEN UND SEHEN

Willst du dieses Gebet aus Epheser in diesem Jahr immer wieder beten? Kornelius und Petrus bekamen ihre Visionen, als sie gerade am Beten waren. Und während du im Glauben bittest, erwarte Hazon-Visionen von Gott.

Der Prophet Habakkuk drückte es so aus: „Ich will meinen Posten auf dem Wachturm einnehmen und Ausschau halten. Dort will ich abwarten, was der Herr zu mir sagt und wie er auf meine Klage antwortet.“ (Habakkuk 2,1). Habakkuk lebte in einer Zeit, die unserer nicht unähnlich war. Er beklagte sich beim Herrn über die Gewalt und die Ungerechtigkeit, die er miterlebte – Plünderung, Streit und Auseinandersetzungen –, und dann wartete er aktiv auf eine Vision und ein Wort von Gott.

Daraufhin wies ihn der Herr an: „Was ich dir in dieser Vision sage, das schreibe in deutlicher Schrift auf Tafeln nieder! Jeder, der vorübergeht, soll es lesen können“ (Habakkuk 2,2; HfA).

Geliebtes Kind Gottes, du darfst wissen, dass Gott dir dieses Jahr gerne seine Hazon-Visionen zeigen will. Er kann dir neue Perspektiven für deine Situationen geben. Bitte ihn darum, dann wirst du Einsichten von ihm bekommen, die dir neuen Auftrieb geben – in jedem Lebensbereich.

Er kann dir zeigen, welche nächsten Schritte du gehen sollst und wie du schlechte Situationen meiden oder zum Guten wenden kannst. Also nimm dir heute Zeit, um zu ihm zu kommen und zu fragen: „Herr, wie siehst du meine Ehe? Wie siehst du meine Gemeindearbeit? Wie siehst du meine Berufslaufbahn? Herr, wie siehst du mich?“

Mache es am besten so wie Habakkuk und schreibe auf, was Gott dir daraufhin zeigt. Nachdem du ihm diese Fragen gestellt hast, taucht vor deinem inneren Auge vielleicht ein Bild auf. Selbst wenn es ganz schwach ist, schreibe auf, was du siehst. Nachdem du es aufgeschrieben hast, kannst du überprüfen, ob es im Einklang mit der Bibel ist. Eine Vision vom Herrn widerspricht nie der Bibel.

Ich kann dir nur wärmstens empfehlen, ein Notiz- oder Tagebuch zu führen, indem du vermerkst, was der Herr dir zeigt, damit du später darauf zurückkommen kannst und er langfristig in deinem Leben wirken kann. Am besten hältst du bereits beim Beten so ein Notizbuch und Stift bereit. Dadurch nimmst du eine glaubensvolle Haltung ein und zeigst, dass du mit seinem Reden rechnest. Ich selbst praktiziere das auch. Inzwischen habe ich viele Notizbücher angesammelt, in denen ich die ganzen Einsichten festgehalten habe, die Gott mir im Laufe der Jahre gegeben hat.

 

EINE VISION VON GOTT IST IMMER ERMUTIGEND

Was ist, wenn ich bete und daraufhin eine Vision oder einen Traum bekomme, der mir Angst einflößt? Es stimmt, dass der Feind manchmal dazwischenfunkt und uns böse Visionen und Träume gibt. Wenn etwas, was du vor deinem inneren Auge siehst, Mutlosigkeit oder Angst in dir hervorruft, dann verbanne es in Jesu Namen aus deinen Gedanken. Lass dich von solchen Erlebnissen nicht entmutigen, weiterhin Hazon-Visionen vom Herrn zu suchen.

Du musst wissen: Eine Vision, die vom Herrn kommt, ist immer „zur Erbauung, zur Ermahnung und zum Trost“ da (siehe 1. Korinther 14,3). Selbst wenn der Herr dir eine Vision von etwas Zukünftigem zeigt, was nicht unbedingt positiv ist, wird er dir auch immer zeigen, wie du seinen Schutz erleben kannst. Ich erinnere mich, wie ich 1997 in meinem Geist die asiatische Finanzkrise voraussah, bevor sie sich ereignete. Aber der Herr zeigte mir auch, wie er uns während der Krise versorgen würde und dass wir uns keine Sorgen oder Angst machen müssten.

Ich möchte das noch einmal betonen: Gottes Hazon-Visionen spenden immer Hoffnung, Trost und Ermutigung. Falls du dir auch nach wiederholtem Beten nicht sicher bist, ob ein Traum oder eine Vision von Gott kommt – oder was der Heilige Geist dir sagen will –, dann frage die Leiter deiner Kirchengemeinde.

Die Bibel sagt uns: Wo viele Ratgeber sind, gibt es Sicherheit (siehe Sprüche 11,14; HfA). Also hole dir guten Rat. Gott kann auch zu deinen Gemeindeleitern sprechen. Wenn eine Vision wirklich von Gott kommt, gibt es Bestätigung und Übereinstimmung. Auf diese Weise können wir aus der Weisheit schöpfen, die in unseren örtlichen Gemeinden zu finden ist, und das schafft Sicherheit.

 

WARTE GEDULDIG

Nachdem du eine Hazon-Vision vom Herrn bekommen hast, sagt er: „Warte geduldig. Das, was ich dir gezeigt habe, wird sich ganz bestimmt erfüllen.“ Selbst wenn es eine Weile dauert, bis sich eine Vision erfüllt, wird das Gesehene doch ganz bestimmt eintreffen. Es wird geschehen und zwar zur festgesetzten Zeit (siehe Habakkuk 2,3).

Eine Vision von Gott steht über Raum und Zeit. Einige Visionen erfüllen sich schnell, andere lassen auf sich warten. Aber der Herr versichert, dass jede Vision von ihm ganz bestimmt eintreffen wird. Durch dieses Wissen kannst du beim Warten entspannt bleiben. Wenn dein Blick von Hazon-Visionen geprägt ist, lebst du auf einer Ebene der Zeitlosigkeit.

Liebe Leserin, lieber Leser, ich kann kaum abwarten, dass der Herr dir dieses Jahr seine Hazon-Visionen für dich und deine Angehörigen zeigt! Er wird dir den Weg weisen. Wenn dein Herz auf ihn ausgerichtet ist, wenn sein Geist der Weisheit und Erkenntnis dich erfüllt, ist es so, als würde in deinem Inneren ein Licht angehen.

Ganz gleich, vor welcher Herausforderung du stehst – im Beruf, in der Gemeinde oder in der Familie –, mit einem Mal wirst du sagen: „Ich sehe es! Ich sehe es! Jetzt weiß ich, was zu tun ist.“ Andere mögen weiterhin im Dunkeln sein, Experten mögen verwirrt sein, aber du wirst Klarheit haben. Möge das in diesem Jahr immer wieder deine Realität sein und der Herr dein Herz mit Licht und Hazon-Visionen erfüllen!

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Möchtest du noch mehr über das Jahresthema hören? Joseph Prince hat mehrere Vorträge zum Jahr der Hazon-Vision gehalten. Hier geht’s zum ersten Vortrag.

Anmerkungen:

  1. NT: 4613 aus Thayer’s Greek Lexicon, PC Study Bible formatted Electronic Database. Copyright © 2006 by Biblesoft, Inc. All rights reserved.
  2. NT: 2445 aus Thayer’s Greek Lexicon, PC Study Bible formatted Electronic Database. Copyright © 2006 by Biblesoft, Inc. All rights reserved.
  3. Roswell D Hitchcock, Eintrag unter „Cornelius“, An Interpreting Dictionary of Scripture Proper Names (New York, NY, 1869), https://www.biblestudytools.com/dictionary/cornelius/.

 

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